Mein Uni-Liga Potsdam

07.10.2016

Von der Uni-Liga in die Nationalmannschaft

Es kann ganz schnell gehen!

Die Uni-Liga wird deutschlandweit inzwischen in 20 Städten ausgetragen. 20 Ligen, in denen über 10.000 StudentInnen und Alumni Woche für Woche kicken, um dem Uni-Alltag für ein paar Stunden zu entfliehen und eine gute Zeit mit ihren Freunden zu verbringen. Doch auch beim lockeren Kick erkennt das geschulte Auge, wer mit dem Ball gut umgehen kann. Hier kommt der nationale Dachverband für alle Kleinfeld Amateurfußballer, der Deutsche Kleinfeldfußball-Verband (DKFV) ins Spiel.

Aller Anfang ist schwer

Noch 2012, kurz nach der Gründung, bestand die Nationalmannschaft des DKFV aus einem kompletten Uni-Liga Team, dem damaligen Serienmeister aus Göttingen und Zweiten bei der Uni-Liga Königsklasse 2012. Damals war die Zeit für ein Scouting schlicht und ergreifend zu kurz, sodass man kurzerhand Das Weiße Ballett die Europameisterschaft für Deutschland bestreiten ließ. Die Gruppenphase beendete das Team damals auf dem dritten Platz, nachdem man im Eröffnungsspiel Slowenien mit 3:2 bezwingen konnte und anschließend mit 0:1 und 4:5 gegen Moldawien und die Slowakei verlor. Die ersten drei von mittlerweile über 50 Länderspielen des DKFV.

DKFV-Historie

Auch 2014 bestand das Team zum Großteil aus Uni-Liga Spielern. Von links nach rechts: Diringer, KA; Sarmie, OS; Windecker, KL; Reck, BS. Foto: Brecher Visual Communication

Genau ein Spieler -DKFV-Toptorschütze Florian Thamm- sowie Bundestrainer Marc Müller sind von der ersten DKFV-Nationalmannschaft mittlerweile noch dabei. Insgesamt absolvierten inzwischen 48 Spieler Länderspiele für den DKFV, der größte Teil von ihnen machte in den jeweiligen Uni-Ligen auf sich aufmerksam. Bereits 2013 startete man beim DKFV eine deutschlandweite Sichtung an Uni-Liga Spieltagen. Dabei filterte man gezielt die besten Kicker heraus und bildete aus ihnen das Nationalteam für die Europameisterschaft 2013 in Griechenland. Das Ergebnis: Ein sensationeller dritter Platz, mit dem so im Vorfeld wirklich niemand rechnen konnte. Mit dabei waren unter anderem Tigin Yaglioglu, Daniel Jagenburg oder Micha Alexander, die auch bei der vergangenen EMF EURO in Ungarn wieder das Team anführten und es gemeinsam indes auf über 110 Länderspiele für den DKFV bringen.
2014 blieben die Änderungen am Team dann in überschaubarem Rahmen. Ganze neun Spieler blieben für die miniEURO in Montenegro Teil des Teams, nur zwei neue Spieler wurden in das Team integriert. Erneut spielte der DKFV eine beachtliche Europameisterschaft, lediglich im Halbfinale gegen Slowenien ließ man sich überrumpeln und verlor dieses mit 3:6 nachdem man die ersten 12 Minuten komplett verschlief und bereits mit 0:3 zurücklag. Das Spiel um Platz 3 ging anschließend mit 1:2 gegen Tschechien verloren.
So kam es, dass man für die Europameisterschaft 2015 in Kroatien automatisch zum Favoritenkreis gehörte, zu dem man sich zweifelsohne auch selbst zählte. Zuvor hatte man mit offenen Scoutings das vorhandene Team, das mit einigen wenigen Veränderungen inzwischen auch die erste offizielle Kleinfeldfußball-Weltmeisterschaft in den USA bestritten hatte, nochmals gezielt verstärkt und startete mit großen Erwartungen in das Turnier. Neu ins Team waren für die EM Spieler aus den Uni-Ligen Osnabrück, Göttingen, Kassel und Braunschweig gerückt, die allesamt bei Lehrgängen und beim mybet 3-Nations Cup in Sippersfeld zu überzeugen wussten.
Leider blieb das Team jedoch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Zwar beendete man die Gruppenphase mit 7 Punkten aus drei Spielen, aufgrund des schlechteren Torverhältnisses reichte dieses Ergebnis jedoch nur für Platz zwei hinter Bosnien & Herzegowina, gleichbedeutend mit dem Hammerlos Tschechien im Achtelfinale. 1:3 lautete dort das Endergebnis und somit befanden sich bereits im Viertelfinale ausschließlich Teams aus den osteuropäischen Ländern.

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